Deutsche Sportlotterie

Was Sie über Carolin Schäfer wissen sollten

Wie genau lautet Deine Berufsbezeichnung?
Polizeikommissarin.

Wie bist Du zu Deiner Sportart gekommen?

Ganz einfach durch meinen Bruder. Er ist 5 Jahre älter als ich, hat damals Handball gespielt und auch Leichtathletik gemacht. Ich bin somit mehr oder weniger im Stadion und in der Sporthalle groß geworden. Parallel zur Leichtathletik habe ich bis zum Alter von 15 Jahren noch Handball gespielt. Ich habe es bis zum Sichtungstermin der Jugend-Nationalmannschaft geschafft und wurde dort auch als eine der besten 7 Spielerinnen des Turniers ausgezeichnet. Ich habe mich jedoch danach gegen das Handball spielen und für die Leichtathletik entschieden.

Dein aktueller Wohnort bedeutet für Dich?
Ich trainiere in Frankfurt am Main, habe dort mein Trainingsumfeld und meine Trainingsgruppe um mich herum. Ich lebe seit fast 10 Jahren in Frankfurt am Main und fühle mich dort sehr wohl. Gleichzeitig fühle ich mich mit meiner Heimatstadt Bad Wildungen sehr verbunden, meine Eltern leben dort und ich habe in dieser Kurstadt den Grundstein meiner Karriere gelegt. Ich versuche so viel Zeit wie möglich in Bad Wildungen zu verbringen. Für mich ist der aktuelle Wohnort eher ein Gefühl, wenn ich mich mit den Menschen umgebe, die mir gut tun, die meine Familie und Freunde sind, dann ist genau an dieser Stelle mein Wohnort.

Wo siehst Du Dich im Jahr 2030?

Mit meinem Mann und zwei Kindern in unserem Haus mit Garten, ich gehe meinem Polizeiberuf nach und alle Familienmitglieder sind gesund und glücklich.

Sport bedeutet für Dich?
Meine Leidenschaft auszuleben, Emotionen zu zeigen und zu teilen. Ich möchte wissen, wo meine sportliche Grenze liegt und mich mit der Weltelite messen.

Deine Ziele für Olympia 2020?

Eine Medaille.

Was treibt Dich an?

Ich möchte wissen wo meine Grenzen liegen, wie viele Punkte stehen am Ende meiner Karriere in meiner Vita? Bin ich in der Lage den deutschen Rekord zu brechen? Ich möchte am Liebsten immer und immer wieder dieses Gefühl auf dem Podest spüren!

Wer motiviert Dich?

Mein Trainer, meine Familie und vor allem ich mich selbst!

Was zeichnet Dich privat und im Sport aus?

Im sportlichen Alltag denke und handle ich wie ein Löwe mit einem Kämpferherz. Ich bin sehr ehrgeizig, habe meine Ziele immer fest im Blick und bin im Training absolut konsequent. Für mich gibt es keine Ausreden in der Umsetzung des Trainingsplans, ich vertraue meinem Trainer zu 100% und bin im Wettkampf unberechenbar, weil mich keiner meiner Konkurrenten durchschauen kann.

Privat bin ich deutlich ruhiger, gebe gerne mal die Kontrolle ab und lasse mich führen. Ich bin ein Familienmensch und privat eine ganz normale Frau, die es liebt shoppen zu gehen, Zeit mit ihren Freunden zu verbringen und das Leben zu genießen. Privat nehme ich mich selbst immer zurück und denke eher an Andere als an mich selbst. Ich kümmere mich gerne um andere Menschen und tue Ihnen etwas Gutes! Menschen in meinem Umfeld glücklich zu sehen macht mich glücklich!

Deine größte Niederlage?

Nach meiner größten Niederlage bei der U23 EM in Tampere als ich 6. wurde habe ich mich mit meinem Trainer zusammensetzt und überlegt, was ich alles verändern kann, damit ich am Ende zur Weltklasseathletin heranreifen konnte.
Das Trainingskonzept wurde angepasst, 5kg habe ich abgenommen und einen Sportpsychologen kontaktiert. Ein Jahr später wurde ich bei den Erwachsenen bei der EM in Zürich ganz überraschend Vierte.

Was fehlt im deutschen Sport?
Aus meiner Ansicht fehlt der gesamten Gesellschaft die emotionale Verbundenheit zum deutschen Sport. Ich denke es sagt über eine Nation alles aus, wenn sie sich gegen die Austragung der Olympischen Spiele in Hamburg stellt. Dadurch ist erkennbar, wie wenig sich die Gesellschaft mit dem deutschen Sport auseinandersetzt und vorschnell urteilt. Unser Land möchte Medaillen sehen und ich wünsche mir als Athletin, dass sich die Zuschauer meiner Sportart mit mir verbunden fühlen und darüber erzählen, damit es sich verbreitet und unser Sport darüber hinaus Menschen bewegt.

Sind uns andere Nationen in ihren Bedingungen voraus? Falls ja: Woran merkst Du das konkret?

Wie zuvor beschrieben konnte ich genau das Gegenteil letztes Jahr in London bei der WM erleben. Die Briten empfanden es als durchaus große Ehre in diesem stets ausverkauften Stadion zu sitzen und ihre heimischen Athleten anzufeuern und zu Höchstleistungen zu tragen. Für die Zuschauer war es undenkbar, nicht ins Stadion zu gehen und Ihre Tickets zu verkaufen. Sie wollten ihren Familien davon erzählen, dass sie in diesem Stadion gesessen haben. Sie haben durchaus alle Athleten angefeuert, aber ich konnte spüren, dass hinter den Briten eine ganze und vor allem sportbegeisterte Nation stand. Dieses Gefühl miterleben zu dürfen hat mich unglaublich beeindruckt und berührt.

Warum findest du die Deutsche Sportlotterie wichtig?

Der deutsche Sport hat generell einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Er bannt Millionen von Menschen vor deren Fernseher, verbindet Menschen und bringt sie in Stadien und Hallen zusammen. Wir haben als Sportler eine Vorbildfunktion für Kinder und Jugendliche.Die Unterstützung der Spitzensportler selbst läuft überwiegend über die private Stiftung Deutsche Sporthilfe. Es fehlen jedoch die finanziellen Mittel, um deutsche Topathleten zu fördern. Es geht darum, eine  nachhaltige Lösung zu finden und hier kommt die Deutsche Sportlotterie ins Spiel. Die Deutsche Sportlotterie arbeitet mit der Deutschen Sporthilfe Hand in Hand, die überlegen akribisch, welche Athleten die größte Perspektive haben, um an internationalen Großereignissen für Deutschland an den Start zu gehen. Darüber hinaus unterstützen sie jeden Sportler individuell, nachhaltig und zuverlässig, damit sich dieser am Ende mit der Weltelite auf Augenhöhe messen kann. Außerdem steht für die Deutschen Sportlotterie auch die duale Karriere im Fokus, die Sportler auch über ihre aktive Karriere hinaus fördert. Insgesamt müssen wir es mit der Deutschen Sportlotterie schaffen, die Bürger draußen zu erreichen, sich Lose zu kaufen, ihnen das Gefühl zu vermitteln, an unserer sportlichen Leistung aktiv mitgewirkt zu haben, um sich dem Sport und unserer Leistung verbunden zu fühlen.

Hast Du ein Lebensmotto?
Du, ich und niemand sonst kann so hart zuschlagen wie das Leben, aber der Punkt ist nicht der, wie hart einer zuschlagen kann, sondern nur ob er bereit ist, die Schläge einzustecken und trotzdem weiter macht. Nur so gewinnt man!

Mit wem als Sitznachbarn würdest Du gerne eine Bahnreise machen?

Definitiv mit dem Boxer Anthony Joshua. Für mich ein absolutes Gesamtpaket als Sportler: smart, intelligent und Weltmeister!

Dein Lieblingsgericht?
Garnelen in Kokosmilch mit Gemüse und Risotto.

Was machst Du in Deiner Freizeit?

Ich verbringe meine freie Zeit mit meinen Freunden und lese nebenbei sehr viel, am Liebsten Psychothriller- Für mich genau der richtige Ausgleich zum turbulenten Sport.

Deine wichtigsten Menschen sind?

Meine Familie und meine Freunde!

Wie sieht ein typischer Tag bei Dir aus?

Generell brauche ich sehr viel Schlaf. Wenn mich also nicht gerade die Dopingkontrolle um 06:00 Uhr weckt, stehe ich gegen 08:30 auf, frühstücke und mache mich fertig für das erste Training um 10:30 Uhr. Bei technischen Disziplinen ist es üblich, etwas später am Morgen zu trainieren. Meistens geht dann mein Haupttraining bis 12:30 Uhr. Dann habe ich eine halbe Stunde Pause, in der in ein kleinen Snack esse und mich auf den Weg zum Olympiastützpunkt mache, um dort um 13:00 Uhr mein Isomed-Training, ein spezielles Krafttraining, zu absolvieren. Gegen 14:30 Uhr bin ich fertig und fahre nach Hause. Nach dem Mittagessen gehe ich dann meist gegen Nachmittag zu meiner Physiotherapeutin.

Am frühen Abend, um ca. 19-20 Uhr mache ich mir mein Abendessen und gehe spätestens um 22-23 Uhr schlafen, um fit für den nächsten Tag zu sein!

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